Versorgungskonzeptionen

Bessere Qualität, weicheres Wasser, verstärkte Nutzung der regionalen Wasservorkommen, höhere Versorgungssicherheit und geringere Betriebskosten. Um diese Ziele zu erreichen, entwickelt die NOW für ihre Verbandsmitglieder passgenaue interkommunale Kooperationskonzepte.

Viele NOW-Mitglieder verfügen über eigene Brunnen und Quellen, deren Wasser sie eigenständig aufbereiten und nutzen. Durch steigende gesetzliche Vorgaben bei der Trinkwasserqualität sowie den Forderungen der Verbraucher nach weicherem Trinkwasser, sind viele Kommunen mit der teuren Nachrüstung oder sogar dem Neubau ihrer Aufbereitungsanlagen konfrontiert.

Da die Investitionskosten - und vor allen Dingen der laufende betriebliche Aufwand bei einem zentralen Wasserwerk gegenüber vielen kleineren Aufbereitungsanlagen wesentlich geringer sind, sehen die meisten Versorgungskonzeptionen den Bau eines solchen zentralen Wasserwerks vor. Das Wasser aus den kommunalen Brunnen und Quellen wird, sobald die notwendigen Wasserleitungen vorhanden sind, zum Wasserwerk gefördert und dort von Trübstoffen und Keimen gereinigt und enthärtet. Anschließend wird es wieder an die beteiligten Kommunen zurückgepumpt. Nicht benötigtes Wasser wird ins NOW-Netz eingespeist, was die Versorgungssicherheit im ganzen Verbandsgebiet erhöht.

In enger Kooperation mit dem Land Baden-Württemberg und den Städten und Gemeinden im Tauber-, Jagst- und Kochertal realisierte die NOW bereits drei Versorgungskonzeptionen sowie verschiedene kleinere Kooperationen. Vier weitere Versorgungskonzeptionen werden derzeit geplant und umgesetzt.

Durch die Versorgungskonzeptionen hat sich die NOW erfolgreich vom reinen Fernwasserversorger hin zum kompetenten Dienstleister mit eigener Wasseraufbereitung entwickelt. Der Eigenwasseranteil liegt mittlerweile bei 30%. Da die Nutzung der örtlichen Wasservorkommen eine erheblich bessere Energiebilanz aufweist als der Transport von Fernwasser aus dem Donautal und dem Bodensee, sind die Konzeptionen auch im Hinblick auf steigene Energiepreise und zunehmender CO2-Belastung Projekte mit hohem Nachhaltigkeitsfaktor.

 

Vorteile für die an den Konzeptionen beteiligten Städten und Gemeinden:

  • Einheitlich hohe Wasserqualität und eine geringe Wasserhärte
  • Durch den Verzicht auf teure Einzelanlagen reduzieren sich die Investitions- und Betriebskosten
  • Durch den Anschluss ans NOW-Netz erhöht sich die Versorgungssicherheit


Vorteile für alle NOW-Mitglieder:

  • Durch die Aufnahme neuer Mitglieder werden die Kosten von NOW-Bauinvestitionen künftig auf weitere Partner verteilt
  • Durch die Anmeldung neuer Bezugsrechte und eine höhere Wasserabgabe kann der NOW-Wasserpreis stabil gehalten werden
  • Durch die Einspeisung bisher nicht genutzter Wassermengen aus örtlichen Vorkommen steigt die Versorgungssicherheit
  • Angesichts weiter steigender Strompreise wird die Unabhängigkeit von den Vorlieferanten im Wasserbezug bei gleichzeitig geringerem Energieaufwand erhöht.