Versorgungskonzeption im nördlichen Rems-Murr-Kreis

Entstehung

Um die Qualität ihres Trinkwassers zu verbessern, beauftragten mehrere Kommunen und Zweckverbände im nördlichen Rems-Murr-Kreis die NOW mit der Ausarbeitung einer Trinkwasserkonzeption. Veranlassung für die Konzeption sind zeitweise hohe mikrobiologische Belastungen und Eintrübungen der gemeindeeigenen Quellen und Brunnen. Zudem weisen viele Wasservorkommen mit 25 bis 30 °dH eine sehr hohe Wasserhärte auf.

Partner

Wasserwerk Murrtal

Zukünftig wird das Rohwasser der beteiligten Partner zu einem neu geplanten Wasserwerk zwischen Erbstetten und Maubach gefördert und dort zentral aufbereitet. Anschließend wird das nach modernsten technischen und ökologischen Maßgaben aufbereitete und enthärtete Trinkwasser wieder an die Kommunen verteilt. Nähere Informationen zur geplanten Wasseraufbereitung finden Sie hier.


Geplantes Wasserwerk Murrtal, Erbstetten (Animation)


 

Vorteile

Das zentrale Aufbereiten des Eigenwassers der beteiligten Kommunen im neuen Wasserwerk hat folgende Vorteile:
 

  • wesentlich geringere Investitions- und Betriebskosten im Vergleich zu einer dezentralen Aufbereitung.
     
  • die jährliche Eigenwassermenge der beteiligten Partner steigert sich von 0,7 Mio. m³ auf 2,7 Mio. m³.
     
  • einheitlich hohe Wasserqualität und eine geringere Härte von <14 °dH (Härtebereich mittel).

Kosten und Förderung

Der Kostenaufwand für das Gemeinschaftsprojekt beträgt vorraussichtlich 33,9 Mio. Euro. Das Land Baden-Württemberg unterstützt das Projekt mit insgesamt 9,2 Mio. Euro. Der restliche Betrag wird von der NOW (22,3 Mio. Euro) sowie den beteiligten Städten und Gemeinden (2,4 Mio. Euro) finanziert.


Umweltminister Franz Untersteller überreicht im Oktober 2016 in Backnang die erste Tranche an Fördermitteln in Höhe von 1,4 Mio. Euro.