Kochertalkonzeption

Entstehung

Im Jahr 2008 beauftragten die Kommunen Forchtenberg, Ingelfingen, Niedernhall und Weißbach die NOW mit der Ausarbeitung einer Trinkwasserkonzeption. Zu diesen Städten und Gemeinden aus dem Kochertal kamen später noch Künzelsau, Schöntal und Mulfingen hinzu. Veranlassung für diese Konzeption waren zeitweise hohe mikrobiologische Belastungen der gemeindeeigenen Brunnen und Quellen. Zudem wiesen alle Wasservorkommen mit 25 – 30 °dH eine sehr hohe Wasserhärte auf.

Vorteile

Das zentrale Aufbereiten des Eigenwassers der beteiligten Gemeinden im Wasserwerk Niedernhall hat folgende Vorteile:

  • Wesentlich geringere Investitions- und Betriebskosten im Vergleich zur dezentralen Aufbereitung der rund 25 Quellen und Brunnen.
     
  • Einheitlich hohe Wasserqualität und eine geringere Härte von 13 °dH (bisher 25–30 °dH).
     
  • Überschüssiges Trinkwasser kann jetzt ins NOW-Netz eingespeist werden, was die Versorgungssicherheit der gesamten Region erhöht.

Wasserwerk Niedernhall

Das neue Wasserwerk wurde zwischen 2009 und 2012 in Niedernhall errichtet, da an diesem Standort bereits eine bestehende Infrastruktur mit einem 2.000 m³ Reinwasserbehälter sowie Leitungsanlagen und Stromanschluss vorhanden war.

Für das Hauptgebäude wurden rund 7.000 m³ Erde bewegt, ca. 2.000 m³ Beton sowie 223 t Stahl verbaut. Im Zuge des Neubaus wurde auch der bereits bestehende Hochbehälter saniert und an das Wasserwerk angeschlossen.

Die Kapazität des Wasserwerks beträgt 120 l/s. Mittlerweile werden ca. 40.000 Einwohner mit Wasser aus dem Wasserwerk Niedernhall versorgt. Nähere Informationen zur Wasseraufbereitung finden Sie hier.

Der markante Wasserturm ist trotz seiner Nähe nicht Teil des Wasserwerks. Er dient der Stadt Niedernhall als Wasserspeicher.

 
Bauarbeiten Mai 2011

Kosten und Förderung

Zur Umsetzung der Kochertalkonzeption wurden 68 km Rohrleitungen verlegt. Der Kostenaufwand betrug hierfür fast 20 Millionen Euro und wurde gemeinsam vom Land Baden-Württemberg und der NOW getragen. Um das Projekt erfolgreich zu realisieren, übernahm die NOW zudem die Kosten für den Bau des neuen Wasserwerks in Niedernhall von rund 9 Millionen Euro.


Wasserwerk Niedernhall