Enthärtung

Was ist hartes Wasser?

Wenn Regenwasser - das naturgemäß weich ist - durch poröse Gesteinsschichten wie Kalkstein sickert, reichert es sich auf seinem Weg mit Calcium- und Magnesiumbestandteilen an. Der Muschelkalk im Untergrund der Hohenloher Ebene sorgt dafür, dass der Härtegrad vieler Wasservorkommen hier in der Region sehr hoch ist (bis 40 °dH).

Die Wasserhärte wird europaweit über die Summe der im Wasser gelösten Calcium- und Magnesiumverbindungen in Millimol je Liter definiert. Mol ist die Einheit für chemische Stoffmengen (1 mmol/l = 5,6 °dH).

Härtebereich Härtegrad mmol/l Härtegrad °dH
weich < 1,5 < 8,4
mittel 1,5 - 2,5 8,4 - 14
hart > 2,5 > 14

Die Nachteile harten Wassers

Hartes Wasser ist nicht gesundheitsschädlich. Es enthält lediglich besonders viele Calcium- und Magnesiumverbindungen, aus denen Kalk entsteht. Jedoch setzt sich überall dort, wo Wasser langsam fließt oder auf über 60 Grad erhitzt wird, Kalk ab. In Küche und Bad hat man dann mit Flecken zu kämpfen. Ein weiterer Nachteil von hartem Wasser ist, dass man mehr Waschmittel verwenden muss, zum Teil doppelt so viel wie Verbraucher in Weichwassergebieten.

 

Enthärtung in den Wasserwerken

In den NOW-Wasserwerken Bronn und Niedernhall wird das Wasser nicht nur von Trübstoffen und mikrobiologischen Belastungen gereinigt, sondern auch mit einer Ionenaustauschanlage (CARIX-Verfahren) enthärtet.

Dieses Verfahren wird auch in den neuen Wasserwerken Wart, Schweighausen und Murrtal zum Einsatz kommen. Im neuen Wasserwerk Grimmbach erfolgt die Enthärtung zukünftig im Umkehrosmoseverfahren.


Carix-Anlage zur Wasserenthärtung

Kosteneinsparung für Verbraucher

Durch die Reduzierung des Härtegrads von 25-30 °dH auf < 14 °dH ergibt sich im Haushalt eine jährliche Einsparung von ca. 30 Euro pro Person für Wasch-, Reinigungs- und Entkalkungsmittel sowie für Energie und Wartung. Auf private Enthärtungsanlagen kann verzichtet werden.