Versorgungskonzeptionen

Bessere Qualität, weicheres Wasser, verstärkte Nutzung der regionalen Wasservorkommen, höhere Versorgungssicherheit und geringere Betriebskosten. Um diese Ziele zu erreichen, entwickelt die NOW für ihre Verbandsmitglieder passgenaue interkommunale Kooperationskonzepte.

Viele NOW-Mitglieder verfügen über eigene Brunnen und Quellen, deren Wasser sie eigenständig aufbereiten und nutzen. Durch steigende gesetzliche Vorgaben bei der Trinkwasserqualität sowie den Forderungen der Verbraucher nach weicherem Trinkwasser, sind viele Kommunen mit der teuren Nachrüstung oder sogar dem Neubau ihrer Aufbereitungsanlagen konfrontiert.

Da die Investitionskosten - und vor allen Dingen der laufende betriebliche Aufwand bei einem zentralen Wasserwerk gegenüber vielen kleineren Aufbereitungsanlagen wesentlich geringer sind, sehen die meisten Versorgungskonzeptionen den Bau eines solchen zentralen Wasserwerks vor. Das Wasser aus den kommunalen Brunnen und Quellen wird, sobald die notwendigen Wasserleitungen vorhanden sind, zum Wasserwerk gefördert und dort von Trübstoffen und Keimen gereinigt und enthärtet. Anschließend wird es wieder an die beteiligten Kommunen zurückgepumpt. Nicht benötigtes Wasser wird ins NOW-Netz eingespeist, was die Versorgungssicherheit im ganzen Verbandsgebiet erhöht.

In enger Kooperation mit dem Land Baden-Württemberg und den Städten und Gemeinden im Tauber-, Jagst- und Kochertal realisierte die NOW bereits sieben große Versorgungskonzeptionen. Derzeit wird eine weitere Versorgungskonzeptionen im nördlichen Rems-Murr-Kreis umgesetzt.

 

Wasserversorgungskonzeption Wasserwerk Leitungsbau Bauzeit
Rohwasserkonzeption WW Bronn 89 km 2006 - 2010
Bühlertalkonzeption WW Heilberg 7 km 2009
Jagsttalkonzeption WW Bronn 35 km 2010 - 2011
Kochertalkonzeption WW Niedernhall 92 km 2009 - 2015
Taubertalkonzeption WW Wart 16 km 2014 - 2018
Kochereckkonzeption WW Grimmbach / WW Kupfer 3 km 2015 - 2018
Jagstgruppenkonzeption WW Schweighausen / WW Kregelberg - 2015-2018
Konzeption im nördlichen Rems-Murr-Kreis WW Murrtal 52 km im Bau

 

Durch die Versorgungskonzeptionen hat sich die NOW erfolgreich vom reinen Fernwasserversorger hin zum kompetenten Dienstleister mit eigener Wasseraufbereitung entwickelt. Der Eigenwasseranteil liegt mittlerweile bei 30%. Da die Nutzung der örtlichen Wasservorkommen eine erheblich bessere Energiebilanz aufweist als der Transport von Fernwasser aus dem Donautal und dem Bodensee, sind die Konzeptionen auch im Hinblick auf steigene Energiepreise und zunehmender CO2-Belastung Projekte mit hohem Nachhaltigkeitsfaktor.

 

Vorteile für die an den Konzeptionen beteiligten Städten und Gemeinden:

  • Einheitlich hohe Wasserqualität und eine geringe Wasserhärte
  • Optimale Nutzung der lokalen Brunnen und Quellen
  • Höhere Versorgungssicherheit
  • Wesentlich geringere Investitions- und Betriebskosten im Vergleich zu einer dezentralen Trinkwasseraufbereitung


Vorteile für alle NOW-Mitglieder:

  • Durch die Aufnahme neuer Mitglieder werden die Kosten von NOW-Bauinvestitionen künftig auf weitere Partner verteilt
  • Durch die Anmeldung neuer Bezugsrechte und eine höhere Wasserabgabe kann der NOW-Wasserpreis stabil gehalten werden
  • Durch die Einspeisung bisher nicht genutzter Wassermengen aus örtlichen Vorkommen steigt die Versorgungssicherheit
  • Angesichts weiter steigender Strompreise wird die Unabhängigkeit von den Vorlieferanten im Wasserbezug bei gleichzeitig geringerem Energieaufwand erhöht.