Taubertalkonzeption

Entstehung

Die örtlichen Wasservorkommen der Gemeinde Igersheim und des Stadtwerks Tauberfranken (Bad Mergentheim) sind durch eine hohe Wasserhärte von mehr als 26 °dH gekennzeichnet. Um ihre Bürger und Kunden mit weicherem Wasser versorgen zu können, haben die Gemeinde Igersheim und die Stadtwerke Tauberfranken entschieden, gemeinsam mit der NOW die sogenannte Taubertalkonzeption zu realisieren.

Wasserwerk Wart

Im Dezember 2015 begann der Bau des neuen Wasserwerk Warts vor den Toren von Bad Mergentheim. Die Inbetriebnahme der Anlage erfolgte im März 2018. Seit dem wird das Rohwasser aus 19 örtlichen Brunnen und Quellen im Wasserwerk Wart  zusammengeführt, zentral aufbereitet und anschließend wieder verteilt. Durch eine zentrale Wasserenthärtung im Ionenaustauschverfahren (CARIX-Verfahren) kann ein wesentlich weicheres Wasser mit rund 13 °dH (Härtebereich mittel) abgegeben werden. Die Aufbereitungskapazität des Wasserwerks liegt bei max. 80 l/s. Es ist auf eine durchschnittliche Jahresabgabe von 1.800.000 Kubikmeter ausgelegt.

Vorteile

Das zentrale Aufbereiten des Eigenwassers der beteiligten Partner im Wasserwerk Wart hat folgende Vorteile:

  • Einheitlich hohe Wasserqualität und eine geringere Härte von rund 13 °dH (Härtebereich mittel)
     
  • Wesentlich geringere Investitions- und Betriebskosten im Vergleich zur dezentralen Aufbereitung der 19 Quellen und Brunnen

Kosten und Förderung

Die Kosten für das Projekt betragen 14,1 Mio. €, wobei der Anteil der drei Leitungsbauabschnitte bei ca. 4,3 Mio. € und der Anteil für das Wasserwerk Wart ca. 9,8 Mio. € betragen. Das Land Baden Württemberg unterstützte die Maßnahme mit rund 3,1 Mio. €. Der restliche Betrag wird von der NOW (9,8 Mio. Euro) sowie den beteiligten Konzeptionspartnern (1,2  Mio. €) finanziert.